Nach einer eher unruhigen Nacht, ging es erneut auf die "Jagd" nach Lebensmitteln. Dank der modernen Zivilisation ist dies zwischenzeitlich sehr bequem geworden. Ab ins Auto und in den Grocery Store. In unserem Fall zu Target. Das die Amerikaner mit dem Begriff klein und mittel nicht so viel anzufangen wissen, ist hinlänglich bekannt, aber in den Lebensmittelläden wird dies stets besonders deutlich. Was wir unter einem Supermarkt verstehen, geht eher als Tante-Emma-Laden hier durch....Ganz zu schweigen von den eigentlichen Verpackungsgrößen. Aber hey, wir sind ja jetzt auch für zwei Wochen unterwegs und wurden schon vorgewarnt, dass es unterwegs nicht all zu viele größere Städte und Läden geben wird.
Zwei Stunden später und 483,57 $ ärmer, haben wir zumindest für die ersten Tage genug. Bemerkenswert ist auch die Gelassenheit der Kassierinnen. Druck und Zeitnot sind hier zumindest Fremdwörter, wunderbar im Urlaub, aber wenn wir das jeden Tag hätten…
Das soll im übrigen unsere Route werden (ca. 2.500 Meilen):

Nachdem wir uns eine Stunde mit dem Camper vertraut machen durften, ging es endlich los, um 100 m später festzustellen, dass eine Warnleuchte leuchtet, die uns nicht erklärt wurde. Nach einer kurzen panischen Phase konnten uns dann jedoch Gott sei Dank Matt und Sarah helfen, die uns an den ersten 4 Tagen begleiten. Dann ging es aber endlich wirklich immer Richtung Westen durch die Rocky Mountains. Ein wenig tricky waren die Kurven. Matt ist mit seinem Van vorgefahren und konnte so ganz entspannt durch die Berge heizen. Unser Camper hat hingegen ganz schön Mühe und zahlte es uns mit klappernden Schubfächern heim, die abwechselnd auf und zu gingen. Nachdem sich der Kühlschrank ein drittes Mal entleert hatte und die Weintrauben sich inzwischen im ganzen Camper verteilt hatten, nötigten wir Steffen einfach langsamer zu fahren und notfalls eben später anzukommen. Ein bisschen war es wie ein Wettlauf gegen die Zeit, denn Ziel war es, noch im Hellen am ersten Campingplatz anzukommen. Nachdem jedoch gleich bei der ersten Tankstelle unsere Pin für die VISA nicht funktionierte und Matt uns ein weiteres Mal aushelfen musste - Gott sei Dank sind sie dabei, vielen Dank an dieser Stelle - schafften wir es dann doch nicht vor Sonnenuntergang dort anzukommen. Allerdings wurden wir mit einem bombastischen Sternenhimmel belohnt, der alles entschädigte. Jetzt verbringen wir zwei Nächte mitten in den Bergen an einem kleinen See.