Sonntag, 2. August 2026

02.08. Auf ins Stubaital

Der Morgen begann entgegen aller Erwartungen mit Sonne und viel guter Laune, auf dem Weg über Innsbruck ins Stubiatal. 




Da wir das Check-In-Zeitfenster auf dem Campingplatz Edelweiß verpassten, fuhren wir gleich weiter bis zum Wilden Wasser und wanderten bis zum Grawawasserfall. Was für ein schönes Naturspektakel, dass durch tierische Begleiter in Form von Kühen und Ziegen komplettiert wurde. Morgen soll es dann endlich zum Gletscher gehen….









01.08. Neuschwanstein


2 Stunden Schlaf mussten reichen. Nach einem kurzen Frühstück ging es endlich zum Schloss. Aber nicht ohne vorher wieder Tetris zu spielen 😂



Schon vom Weiten war das Schloss, das auf halber Höhe eines Gebirgszuges thront, gut zu erkennen und macht Lust es endlich von innen und außen kennenzulernen. Auf die Minute genau begann die unterhaltsame Führung in der die märchenhafte Ausgestaltung immer wieder hervorgehoben wurde. Ludwig war offensichtlich ein wirklicher „Traumtänzer“ Angesichts der Massen an Besuchenden verzichteten wir auf den Besuch der Marienbrücke und führen lieber nach Füssen. Zu unserem Glück fand dort sowohl ein Mittelaltermarkt als auch ein Streetfoodfestival statt und so schlenderten wir ein wenig durch die Gassen, bevor wir zum Campingplatz fuhren. Mit einem Blick auf den See in der ersten Reihe, wendete unser erster echter Urlaubstag….









 










Samstag, 1. August 2026

31.07./01.08. Nachtfahrt ins Allgäu



 Mit einer minimalen Verspätung starteten wir gegen 21:00 Uhr in Berlin Richtung Allgäu und durften einen roten Sonnenuntergang bewundern. 

Anfang war der Verkehr dicht, aber nach und nach wurde es ruhiger, die Fahrt entspannter, sodass wenigstens einer von uns ein wenig schlummern konnte. Nach einem Fahrerwechsel und einem Kaffeestop passierten wir die Landesgrenze nach Bayern und prompt konnten wir am Firmament Blitze erblicken, die die Nacht erhellten. Kurze Zeit später setzte Regen ein und wir durften feststellen, dass unser Bus eigentlich dringend neue Wischer gebrauchen könnte. Die Fahrt wurde anspruchsvoller und um Kurz nach eins waren wir beide zu erschöpft, um weiterzufahren. Also Dachzelt auf und pausieren. Zu dumm nur, dass neben uns ein Sattelschlepper mit Kühlgut stand, der alle 30 Minuten seinen Kompressor einschaltete…. Nichtsdestotrotz war an weiterfahren bis 4 Uhr nicht zu denken. Dann hatten wir genug Kraft, um bis zum Lechstausee zu fahren. Belohnt wurden wir dafür mit einem romantischen Sonnenaufgang bevor wir nochmal ein wenig  schlafen konnten.


Donnerstag, 15. August 2024

Tag 20… one more fastfoodrestaurant!

 

Raising cane's.. Claras letzter Wunsch vor der Heimreise... einmal zu Raising Cane's. Wer es nicht weiß, es gibt dort Hühnchen mit Hühnchen und Hühnchen, also genau das richtige für mich. In Ermangelung einer Alternative blieben für mich als Veganerin nur Pommes. Da jedoch außerhalb Denvers, insbesondere im Süden, nicht mal ansatzweise an veganes Essen zu denken war, habe ich mich inzwischen an Pommes gewöhnt. Oder naja, ich schätze, ich esse in den nächsten 10 Jahren nicht eine Pommes mehr. Aber die Kinder waren glücklich, was will man mehr.... Somit endet unser letzter Urlaubstag in den Staaten. Morgen geht es zurück nach Berlin... Und dann gibt es Vollkornbrot mit Vollkornbrot 😂






Tag 19… Back to Denver

Unser Urlaub neigt sich dem Ende. Dienstag sind wir bis in die Berge gefahren und haben mal eben 10 Stunden gebraucht. Somit hatten wir den Großteil der Strecke an einem Tag zurückgelegt und konnten heute dafür ganz entspannt durch die Berge fahren und noch ein paar süße Kleinstädte in den Bergen besuchen und natürlich shoppen. 

Unsere letzte Nacht im Camper haben wir an einem kleinen, klaren, eiskalten Fluss in den Bergen verbracht. Die Nacht war ebenso klar und eiskalt mit einem gigantischen Sternenhimmel, wenn es nicht gerade bewölkt ist. 

Die letzten beiden Nächte verbringen wir in Denver bei unseren Freunden - Gott sei Dank wieder ein richtiges Bett - was echt komfortabel ist, da wir so in Ruhe den Camper ausräumen und die Sachen sortieren können, denn morgen früh muss er bis 10:30 Uhr zurück sein. 











Dienstag, 13. August 2024

Tag 18… Stück für Stück


Stück für Stück arbeiten wir uns Richtung Denver vor. Als würden wir einen steilen Berg erklimmen, zieht es sich hin und jede Pause ist ein Ringen zwischen Bleiben und noch ein Stück fahren. Insgesamt sind es noch 10 Stunden Fahrzeit, eigentlich nicht lang, aber wenn es nach Hause geht, erscheint einem alles doppelt so lang.
Als ich um 7 Uhr wach wurde, wollte ich los. Ich war unruhig, hatte schon schlecht geschlafen und wenig Lust auf stundenlanges Autofahren. Und dennoch konnten wir uns schwer lösen und zogen das Frühstück lange hin, so dass wir erst kurz vor zehn aufgebrochen sind mit dem Ziel ca. 6 Stunden zu fahren. Nach 4 Stunden hatten wir den Green River Campground erreicht, wo wir eigentlich übernachten wollten, wenn wir nicht noch eine Nacht am Bryce Canyon geblieben wären. Warum der Fluss Green River heißt, kann man nur erahnen. Vermutlich wegen der schönen grünen Vegetation entlang des Flusses zwischen kahlen, sandigen Bergen. So eröffnete sich eine grüne Oase nachdem wir die staubige Interstate 70 verlassen hatten. Der Fluss selbst ist eher braun, fast rot. Er spühlt den Sand aus den Bergen. Und als wir so an dem sprudelnden Fluss zwischen den schönen grünen Bäumen, vor den Bergen sitzen, wird mir klar, dieses Land ist fragil. Nicht nur geologisch, auch wirtschaftlich und politisch. So wie über Millionen von Jahren das Wasser, der Wind und die Sonne tiefe Gräben in die Landschaft gegraben haben ist die Gesellschaft tief durch die Politik gespalten. Wie der Grand Canyon geht ein großer Graben durch die politische Landschaft und wirtschaftlich ist der zweite Lack ab. Unzählige Autofriedhöfe am Straßenrand, armen Viertel und eine größtenteils übergewichtige Gesellschaft zeugen davon, dass das Land stehen geblieben ist in seiner Entwicklung und es bröckelt weiter. Wie der Fluss den Stein aushöhlt und Gräben in die Landschaft zieht, ist das Land tief gespalten.

Es ist ein Amerika, das im Verborgenen bleibt und bleiben möchte. Die Gesellschaft tut alles, um den Schein zu wahren. So wie ihre oberflächliche Freundlichkeit scheint das ganze Land und das Leben hier nicht sehr tiefgründig zu sein.

Und so verlassen wir die grüne Oase, die auch nur Schein ist und fahren weiter in Richtung Colorado, dem Zuhause ein Stück näher.

Die Kinder würden gern noch ein wenig weiter das hoch kalorische und wenig gesunde Essen genießen, ich freue mich auf Haferflocken und Vollkornbrot, doch die Eindrücken, die diese Landschaft bei mir hinterlassen hat, nehme ich mit. Und hoffe, dass dieses Gefühl, das angesichts dieser Naturgewalten entstanden ist, nie vergeht. Es ist schön und erschreckend zugleich. Die Erde sie lebt, sie bewegt sich und sie stöhnt und es interessiert sie nicht, ob wir auf ihr herrumkrabbeln. Ein Teil von mir wünschte, dieses Land wäre nie entdeckt worden und die Native Americans würden immer noch oden Büffeln hinterherjagen, die es jetzt nicht mehr gibt, und im Einklang mit der Natur leben. Es hätte etwas friedliches.















Montag, 12. August 2024

Tag 17… Bryce Canyon


Heute haben wir kurzerhand beschlossen, doch noch einen Tag länger im Bryce Canyon NP zu bleiben und die Chance zu nutzen, endlich mal richtig „off-road“ unterwegs zu sein. Also haben wir für zwei Stunden einen Buggy bei Bryce Cannyon Outfitters gemietet und sind damit durch jede Pfütze, die wir finden konnten geprescht. Was für ein Riesenspaß für alle, zumal wir allein fahren konnten und so auch Clara und Charlotte mal ans Steuer durften. Jeff von Bryce Canyon Outfitters hatte uns dabei per GPS immer im Blick, sodass wir nicht verloren gehen konnten. Die Strecke ging durch den Wald, hoch auf einen Gipfel mit ca. 4.000 Jahre alten heiligen Bäumen, vorbei an einer Präriehundekolonie und einem See. Danach mussten wir zwar alle duschen, aber dieser Trip hat sich wirklich gelohnt! Den Anbieter können wir nur empfehlen. Wir wurden sehr herzlich beraten und noch mit zusätzlichen Jacken, Decken und Regenponchos ausgestattet, damit wir ja nicht frieren oder zu schmutzig werden, denn durch den täglichen Monsun hier, gab es viele Pfützen und damit viel umherfliegenden Motter. Der sollte natürlich auch fliegen. Der Anbieter liegt ein paar Meilen vor dem National Park, gleich an der Straße an einem Museum für Wildlife.

Danach besuchten wir die Westernkulisse „Ruby‘s Inn“ , belohnten uns mit Eis, bevor wir mit dem Shuttle endlich in den Nationalpark fuhren. Das Visiter Center sei an diese Stelle vor allem Familien mit kleinen Kindern ans Herz gelegt, da dort die Entstehung des Canyon wirklich sehr schön erklärt wird und die im National Park lebenden Tiere ausgestellt sind.

Zum Abschluss fuhren wir noch zum Bryce Point, um diese wirklich wunderschöne Aussicht, das Canyon Amphiteater, ausgiebig zu genießen. Die Gegend zeichnet sich hier durch sogenannte Hoodoos aus. Das sind Felssäulen, die durch Korrosion entstanden sind und lustige Formen angenommen haben. Man kann hier jede Menge Wandertouren durch diese Felsen machen, was bestimmt sehr beeindruckend ist, uns aber heute leider nicht vergönnt war, da das Gewitter schon zu hören und zu sehen war. Auch hier hat man uns nachdrücklich davor gewarnt, bei Gewitter wandern zu gehen. Da wir im Canyon National Park erlebt haben, wie jemand nach einem Blitz vom Rettungswagen abgeholt wurde, haben wir auch wenig Lust dieses Risiko einzugehen.

Zurück auf dem Campingplatz wollte Charlotte unbedingt noch einmal in den Pool hüpfen, bevor das angesagte Gewitter über uns hereinbrach. Keine Minute zu früh, denn kurz nach der Dusche, verwandelte der Platzregen, den Untergrund in mehrere kleine Seen, zwischen denen wir zurück zum Camper hüpfen mussten.

Der Spa Pool ist hier übrigens Badewannen heiß, was heute angesichts der geradezu kalten Temperaturen von 24 Grad echt angenehm war, aber sonst wird es hier auch sehr warm🤷🏼‍♂️.







Das