Donnerstag, 15. August 2024

Tag 20… one more fastfoodrestaurant!

 

Raising cane's.. Claras letzter Wunsch vor der Heimreise... einmal zu Raising Cane's. Wer es nicht weiß, es gibt dort Hühnchen mit Hühnchen und Hühnchen, also genau das richtige für mich. In Ermangelung einer Alternative blieben für mich als Veganerin nur Pommes. Da jedoch außerhalb Denvers, insbesondere im Süden, nicht mal ansatzweise an veganes Essen zu denken war, habe ich mich inzwischen an Pommes gewöhnt. Oder naja, ich schätze, ich esse in den nächsten 10 Jahren nicht eine Pommes mehr. Aber die Kinder waren glücklich, was will man mehr.... Somit endet unser letzter Urlaubstag in den Staaten. Morgen geht es zurück nach Berlin... Und dann gibt es Vollkornbrot mit Vollkornbrot 😂






Tag 19… Back to Denver

Unser Urlaub neigt sich dem Ende. Dienstag sind wir bis in die Berge gefahren und haben mal eben 10 Stunden gebraucht. Somit hatten wir den Großteil der Strecke an einem Tag zurückgelegt und konnten heute dafür ganz entspannt durch die Berge fahren und noch ein paar süße Kleinstädte in den Bergen besuchen und natürlich shoppen. 

Unsere letzte Nacht im Camper haben wir an einem kleinen, klaren, eiskalten Fluss in den Bergen verbracht. Die Nacht war ebenso klar und eiskalt mit einem gigantischen Sternenhimmel, wenn es nicht gerade bewölkt ist. 

Die letzten beiden Nächte verbringen wir in Denver bei unseren Freunden - Gott sei Dank wieder ein richtiges Bett - was echt komfortabel ist, da wir so in Ruhe den Camper ausräumen und die Sachen sortieren können, denn morgen früh muss er bis 10:30 Uhr zurück sein. 











Dienstag, 13. August 2024

Tag 18… Stück für Stück


Stück für Stück arbeiten wir uns Richtung Denver vor. Als würden wir einen steilen Berg erklimmen, zieht es sich hin und jede Pause ist ein Ringen zwischen Bleiben und noch ein Stück fahren. Insgesamt sind es noch 10 Stunden Fahrzeit, eigentlich nicht lang, aber wenn es nach Hause geht, erscheint einem alles doppelt so lang.
Als ich um 7 Uhr wach wurde, wollte ich los. Ich war unruhig, hatte schon schlecht geschlafen und wenig Lust auf stundenlanges Autofahren. Und dennoch konnten wir uns schwer lösen und zogen das Frühstück lange hin, so dass wir erst kurz vor zehn aufgebrochen sind mit dem Ziel ca. 6 Stunden zu fahren. Nach 4 Stunden hatten wir den Green River Campground erreicht, wo wir eigentlich übernachten wollten, wenn wir nicht noch eine Nacht am Bryce Canyon geblieben wären. Warum der Fluss Green River heißt, kann man nur erahnen. Vermutlich wegen der schönen grünen Vegetation entlang des Flusses zwischen kahlen, sandigen Bergen. So eröffnete sich eine grüne Oase nachdem wir die staubige Interstate 70 verlassen hatten. Der Fluss selbst ist eher braun, fast rot. Er spühlt den Sand aus den Bergen. Und als wir so an dem sprudelnden Fluss zwischen den schönen grünen Bäumen, vor den Bergen sitzen, wird mir klar, dieses Land ist fragil. Nicht nur geologisch, auch wirtschaftlich und politisch. So wie über Millionen von Jahren das Wasser, der Wind und die Sonne tiefe Gräben in die Landschaft gegraben haben ist die Gesellschaft tief durch die Politik gespalten. Wie der Grand Canyon geht ein großer Graben durch die politische Landschaft und wirtschaftlich ist der zweite Lack ab. Unzählige Autofriedhöfe am Straßenrand, armen Viertel und eine größtenteils übergewichtige Gesellschaft zeugen davon, dass das Land stehen geblieben ist in seiner Entwicklung und es bröckelt weiter. Wie der Fluss den Stein aushöhlt und Gräben in die Landschaft zieht, ist das Land tief gespalten.

Es ist ein Amerika, das im Verborgenen bleibt und bleiben möchte. Die Gesellschaft tut alles, um den Schein zu wahren. So wie ihre oberflächliche Freundlichkeit scheint das ganze Land und das Leben hier nicht sehr tiefgründig zu sein.

Und so verlassen wir die grüne Oase, die auch nur Schein ist und fahren weiter in Richtung Colorado, dem Zuhause ein Stück näher.

Die Kinder würden gern noch ein wenig weiter das hoch kalorische und wenig gesunde Essen genießen, ich freue mich auf Haferflocken und Vollkornbrot, doch die Eindrücken, die diese Landschaft bei mir hinterlassen hat, nehme ich mit. Und hoffe, dass dieses Gefühl, das angesichts dieser Naturgewalten entstanden ist, nie vergeht. Es ist schön und erschreckend zugleich. Die Erde sie lebt, sie bewegt sich und sie stöhnt und es interessiert sie nicht, ob wir auf ihr herrumkrabbeln. Ein Teil von mir wünschte, dieses Land wäre nie entdeckt worden und die Native Americans würden immer noch oden Büffeln hinterherjagen, die es jetzt nicht mehr gibt, und im Einklang mit der Natur leben. Es hätte etwas friedliches.















Montag, 12. August 2024

Tag 17… Bryce Canyon


Heute haben wir kurzerhand beschlossen, doch noch einen Tag länger im Bryce Canyon NP zu bleiben und die Chance zu nutzen, endlich mal richtig „off-road“ unterwegs zu sein. Also haben wir für zwei Stunden einen Buggy bei Bryce Cannyon Outfitters gemietet und sind damit durch jede Pfütze, die wir finden konnten geprescht. Was für ein Riesenspaß für alle, zumal wir allein fahren konnten und so auch Clara und Charlotte mal ans Steuer durften. Jeff von Bryce Canyon Outfitters hatte uns dabei per GPS immer im Blick, sodass wir nicht verloren gehen konnten. Die Strecke ging durch den Wald, hoch auf einen Gipfel mit ca. 4.000 Jahre alten heiligen Bäumen, vorbei an einer Präriehundekolonie und einem See. Danach mussten wir zwar alle duschen, aber dieser Trip hat sich wirklich gelohnt! Den Anbieter können wir nur empfehlen. Wir wurden sehr herzlich beraten und noch mit zusätzlichen Jacken, Decken und Regenponchos ausgestattet, damit wir ja nicht frieren oder zu schmutzig werden, denn durch den täglichen Monsun hier, gab es viele Pfützen und damit viel umherfliegenden Motter. Der sollte natürlich auch fliegen. Der Anbieter liegt ein paar Meilen vor dem National Park, gleich an der Straße an einem Museum für Wildlife.

Danach besuchten wir die Westernkulisse „Ruby‘s Inn“ , belohnten uns mit Eis, bevor wir mit dem Shuttle endlich in den Nationalpark fuhren. Das Visiter Center sei an diese Stelle vor allem Familien mit kleinen Kindern ans Herz gelegt, da dort die Entstehung des Canyon wirklich sehr schön erklärt wird und die im National Park lebenden Tiere ausgestellt sind.

Zum Abschluss fuhren wir noch zum Bryce Point, um diese wirklich wunderschöne Aussicht, das Canyon Amphiteater, ausgiebig zu genießen. Die Gegend zeichnet sich hier durch sogenannte Hoodoos aus. Das sind Felssäulen, die durch Korrosion entstanden sind und lustige Formen angenommen haben. Man kann hier jede Menge Wandertouren durch diese Felsen machen, was bestimmt sehr beeindruckend ist, uns aber heute leider nicht vergönnt war, da das Gewitter schon zu hören und zu sehen war. Auch hier hat man uns nachdrücklich davor gewarnt, bei Gewitter wandern zu gehen. Da wir im Canyon National Park erlebt haben, wie jemand nach einem Blitz vom Rettungswagen abgeholt wurde, haben wir auch wenig Lust dieses Risiko einzugehen.

Zurück auf dem Campingplatz wollte Charlotte unbedingt noch einmal in den Pool hüpfen, bevor das angesagte Gewitter über uns hereinbrach. Keine Minute zu früh, denn kurz nach der Dusche, verwandelte der Platzregen, den Untergrund in mehrere kleine Seen, zwischen denen wir zurück zum Camper hüpfen mussten.

Der Spa Pool ist hier übrigens Badewannen heiß, was heute angesichts der geradezu kalten Temperaturen von 24 Grad echt angenehm war, aber sonst wird es hier auch sehr warm🤷🏼‍♂️.







Das 

















Sonntag, 11. August 2024

Tag 16… Kanarra Falls



So langsam geht es wieder Richtung Denver, denn wir müssen leider bis Mittwoch zurück sein. Donnerstagfrüh geht der Camper schon zurück, falls er dann noch in einem Stück ist. 

Um uns die Rückfahrt zu versüßen, haben wir heute gleich zwei schöne Dinge unternommen. Nachdem wir die erste Wanderung zum Toquerville Wasserfall nicht machen konnten, weil wir mit dem Camper nicht eine enge Sandstraße den Berg hinauf fahren wollten, hatten wir echt Glück mit dem zweiten Wasserfall, den Kanarra Falls. Diese Wanderung ist kostenpflichtig (15 $ pro Person +Steuern.. Is ja klar) und muss vorher online reserviert werden, weil nur 200 Personen am Tag dorthin dürfen. Natürlich hatten wir nicht reserviert und natürlich war es fast ausgebucht, denn der Weg ist oft Tage im Voraus stark nachgefragt, aber die nette Dame am Schalter konnte uns noch 4 Tickets frei machen, sodass wir zumindest diese Fälle sehen konnten. Die Wanderung dauert 3 bis 4 Stunden und ist bislang die beste Wanderung, die wir hier unternommen haben. Das hat selbst noch die Wanderung im Canyonland getoppt. Hier läuft man den größten Teil des Weges im Wasser, durch Felsen, über Steine und Baumstämme. Das Wasser war frisch, aber nicht zu kalt. An einigen Stellen wird es sehr tief. Lotte hatte hinterher nasse Hosen, aber die sind schnell wieder getrocknet. Ein wenig muss man aufpassen auf Klapperschlangen und dass das Wasser nicht ansteigt, denn dann muß man so schnell wie möglich raus. Insgesamt war es ein großes Abenteuer für die Kinder und mal abgesehen von scheuernden Schuhen und einem kurzen Aufstieg in der heißen Sonne, gab es auch keinen Grund zur Beschwerde. 

Danach sind wir ein gutes Stück Richtung Osten gefahren, immer durch die Berge, vorbei am Redcanyon bis zum Bryse Canyon National Park. Der war leider schon voll, aber nur 3 Meilen weiter gibt es den Ruby's Inn Campingplatz mit allem drum und dran, sogar einem Pool, sehr zur Freude von Lotte. Nur ein paar hundert Meter weiter gibt es eine Art Westernstadt mit Läden, Restaurants und einer Grill Bar. Also eigentlich ist es eine Scheune. Dort findet von April bis Oktober jeden Abend eine Country Musik Show statt, die wir uns nicht entgehen lassen konnten. Man zahlt hier keinen Eintritt, muss aber eins der 4 Menüs kaufen, die nicht gerade billig sind und letztendlich auch nicht besonders lecker, aber die Band war gut. Es ist ein Touristennap, jedoch mit Funfactor, wenn man nicht zu streng ist in Bezug auf gutes Essen und Service. Uns hat es jedenfalls gefallen, da wir so den Tag mit netter Musik ausklingen lassen konnten.