Sonntag, 4. August 2024

Tag 8… Canyonland Needles Nationalpark (Tag 8)

 

Tag 8... Die Nacht war heiß, die Luft ist kaum abgekühlt in der Nacht... Schlafen war ohne Klimaanlage deshalb nicht möglich. Eine Nacht ohne Strom wäre deshalb undenkbar. Spätestens um 8:30 Uhr hatte sich die Luft wieder so aufgeheizt, dass sie geradezu in den Augen brannte. Früh aufstehen ist hier ein Muss, damit man sich wenigstens ein bisschen im Freien aufhalten kann. Leider war es heute Zeit für unsere Freunde in den Alltag zurückzukehren, während es für uns weiter in Richtung Süden ging. Vielen Dank an dieser Stelle für die großartige Unterstützung. Es war toll mit euch. 😘

Ab jetzt sind wir auf uns allein gestellt, was echt nicht immer einfach ist, denn, man mag es kaum glauben, hier hat man oft kein Netz. Die Suche nach Zeltplätzen ist dadurch wirklich schwierig. Visitor Center liegen deshalb immer auf unserer Route, denn dort gibt es meistens freies WLAN. Und darüber hinaus gute Tipps und kostenloses Trinkwasser, was man hier immer in ausreichendem Maße dabei haben sollte, genauso, wie genügend Sprit. Die nächste Tankstelle ist manchmal mehrere Stunden Autofahrt entfernt. Was echt eine Herausforderung ist, wenn man bedenkt, wieviel diese Spritschleuder schluckt. 35 bis 40 Liter auf 100 km... Ein wahrer Gas Gruzzler.

Unseren ersten Stopp legten wir heute am Death horse overlook nach knapp zwei Meilen ein. Quasi gleich neben dem Campingplatz, der sehr zu empfehlen ist. Auch wenn es keine Duschen und kein Wasser gibt, ist er doch sehr schön, hat zumindest ein wenig Vegetation und man kann zu einem wunderschönen Canyon laufen. 

Am Viewpoint wurden wir prompt mit einem wirklich beeindruckenden Blick, 2.000 Fuß über dem Colorado River, belohnt.





Für die Kinder war das zwar nur ein Stein und noch ein Stein und die Hitze hat sie wirklich fertig gemacht, aber wenn wir über die Steine klettern konnten, hatten sie mega viel Spaß und zum Klettern gibt es hier genügend Möglichkeiten. An dieser Stelle möchte ich kurz erwähnen, dass die Steine so heiß waren, dass man mit Sicherheit Eier darauf hätte braten können. Die Fahrt im Camper ist deshalb immer eine wahre Erholung.

Bei unserem nächsten Halt konnten wir Nachrichten aus der Vergangenheit am „Newspaper Rock“ betrachten .






Wie man hier lesen kann, sind einige der Zeichen bereits 1300 vor Christus entstanden. Die Höhlenmalerei liegt gleich an der Straße und kann recht unkompliziert, ohne wandern, erreicht werden. 

Entlang eines kleinen Flusses ging es dann in den Canyonland Nationalpark, in der Hoffnung hier auch für die nächsten Tage bleiben zu können. Allerdings sind hier über 40 Grad, und der Hinweis „Heat kills“ ließ uns zweifeln, ob das der richtige Ort zum Campen ist. Tatsächlich legte man uns nahe, in die Berge auszuweichen, weil es hier auch nachts nicht abkühlt. Davon hatten wir nun wirklich genug, weshalb eine Nacht im kühlen Grün sehr verlockend war. 

Ungeachtet dessen versuchten wir ein wenig zu wandern, gaben es aber schnell auf, weil es wirklich erdrückend war. Empfohlen wurden hier 1 L Wasser pro Person pro Stunde. Wer soll das bitte mitschleppen? 











Kleiner Hinweis noch, die staatlichen Nationalparks verlangen immer 30 $ Eintritt für ein Auto. Man kann jedoch für 80 $ eine Jahreskarte erwerben und erhält somit freien Eintritt in jeden staatlichen Nationalpark in ganz Amerika. Darüber hinaus bekommt man einige Campingplätze zum halben Preis. Die Investition lohnt sich also. Um der Hitze heute zu entfliehen, folgten wir dem Rat der Ranger, fuhren den Weg zurück bis zur Heart Draw Road und dann Richtung Berge. Man mag es kaum glauben, aber kaum waren wir abgebogen, eröffnete sich uns plötzlich ein grünes Panorama. Die Berge sind grün bewaldet und es ist angenehm kühl. Hier haben wir uns auf einem Campingplatz niedergelassen, den wir 1. für 10 $ bekommen haben und den man hier 2. auf Vertrauensbasis bezahlt, mittels Umschlag.. Wie geil ist das denn? Kleines Manko.... Es gibt nur Plumsklos und keine Duschen, dafür aber Trinkwasser und Rehe im Garten :) 












Samstag, 3. August 2024

Tag 7…Nachtrag


Nach unserem kleinen Wasserspaß, stand auf unserer Wunschliste noch der Wilson Arch ein riesiger Steinbogen, der wirklich beeindruckend ist und nur mit einem kleinen Miniwanderung bezwungen werden kann und einen wunderbaren Ausblick bietet.







Am Abend wurden wir dann ein weiteres Mal mit einem spektakulären Sonnenuntergang belohnt, der uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.










Freitag, 2. August 2024

Tag 7… Dead Horse Point

Der frühe Vogel… naja zumindest war das der Plan. Am Ende sind wir aber doch nicht vor 9 Uhr in Richtung Moab losgekommen. Dementsprechend hoch am Himmel stand bereits die Sonne. Unbeirrbar führte uns Matt aber zum Mill Creek Trail. Ein enger Canyon in dem ein Bach gemächlich dahinfließt. Zumindest derzeit. An den vielen Baumstämmen, welche die Wanderung zeitweise zum echten Abenteuer machten, konnte man allerdings leicht ablesen, dass es nicht immer so sein muss. Gerade im August, kann der Pegel auch vollkommen unerwarteter ansteigen, sodass immer auch ein gewisser Nervenkitzel einhergeht…

Nach ca. 2 Meilen erreichten wir dann ein großes Wasserbecken, mit einem kleinen Wasserfall, in den wir von der Seite ca. 5 Meter tief hineinspringen konnten. Aufgrund der Hitze konnten wir uns es nicht verkneifen, davon ausgiebig Gebrauch zu machen. Was für ein Riesenspaß für Groß und Klein.

Anschließend wanderten wir noch ein bisschen Flussaufwärts und genossen die wunderbare Natur, während am Himmel einige Adler ihre Bahnen zogen.










Zum Abschluss ging es dann zu Wendy’s… es darf schließlich nichts ausgelassen werden 🫣







Tag 6… Auf nach Utah

Dank einer kaputten Brücke wurde unsere Fahrt zum Black Canyon zu einer echten Offroadshow, inklusive Reiseübelkeit, die Clärchen leider sehr gebeutelt hat und zahlreichen lockeren Schrauben. Nicht im Kopf, aber am Camper. Gott sei Dank war Matt dabei und konnte uns mit Werkzeug aushelfen. 

Nach diesem Vorgeschmack der wild Side of Life ging es dann erst zum Black Canyon National Park, der wirklich sehr beeindruckend ist, bevor uns die längste Fahrt über die Interstate 70 von Grand Junction zum Dead Horse Point in Utah bevorstand. Auf diesem Highway kann man die Weite dieses Landes körperlich spüren.



Man kann sich gar nicht vorstellen, wieviel Land hier unbewohnt ist, wenn man es nicht gesehen hat. 
Angesichts dieser Weite fühlt man sich, wie ein kleiner Käfer.









Belohnt wurden wir am Abend noch mit einem wunderschönen Sonnenuntergang, einen spektakulären Sternenhimmel und zahlreichen Sternschnuppen…