Dienstag, 6. August 2024

Tag 11...auf den Spuren der Navajos!


Leider haben wir den Sonnenaufgang knapp verpasst und dennoch war der Tagesstart vor dieser Kulisse etwas besonders, d.h. wir kamen uns vor wie an einem Filmset. Hat nur noch gefehlt, dass ein Cowboy vorbeigeritten kommt. 


Der Campingplatz von KOA lag leider direkt an der Straße, aber dafür nicht weit vom Monument Valley, sodass wir einen tollen Blick hatten. Die Duschen sind hier nicht so neu, wie bei dem vorherigen Campingplatz, und konnten teilweise nicht verschlossen werden, weil das Schloss kaputt ist, aber es bot sich eh an, später zu duschen, da man sonst schnell Schlange stand. Außerdem gibt es auch dort Waschmaschinen und WLAN. Man konnte sogar Jeeps mieten oder eine Tour auf Pferden machen. Diese waren auch auf dem Platz untergebracht und wirklich süß, leider jedoch auch der Grund für zahlreiche Fliegen.

So richtig kann ich mich nicht entscheiden, welche Campingplätze ich besser finde, die ohne Dusche, dafür aber einen separaten Stellplatz oder die mit Dusche und Strom, dafür aber nebeneinander, wie auf einem Parkplatz. Ich schätze ein paar Tage komme ich auch mit der Minidusche im Camper aus und werde dafür nicht beim Frühstück beobachtet. 

Heute haben wir die Grenze nach Arizona überquert und sind der Weite nach Tuba City gefolgt, um mehr über die Navajo zu erfahren. Denn dort gibt es ein Museum. Auf dem Weg nach Tuba City hatten wir zwischenzeitlich das Gefühl entweder auf dem Mond oder auf dem Mars zu sein. Wirklich kurios ist, dass man meilenweit schauen kann und alles sieht gleich aus, und dann biegt man einmal ab und plötzlich ist die Landschaft komplett anders.

Das Museum sieht aus wie ein riesiger Hogans (die Häuser der Navajo), achteckig mit einem Kuppeldach, ohne Fenster, nur mit einem Eingang.

Die Navajos glauben, dass sie 3 Welten durchschritten haben, bis sie in der heutigen 4. Welt angekommen sind. 

Die erste, zweite und dritte Welt verließen die Navajos, weil sie die dort entstandenen Probleme nicht lösen konnten. Jetzt leben sie in dieser, ihrer 4. Welt. Wenn man bedenkt, dass die Navajos lange Zeit bekämpft, von ihrem Land vertrieben, getötet und kontrolliert wurden, fragt man sich, was wohl passieren muss, damit sie diese Welt verlassen. 

Die Navajos wurden aber auch gebraucht. Im Zweiten Weltkrieg hat die US-Armee Navajos als sogenannte Code-Talker, also Funker eingesetzt, denn ihre Funksprüche konnte kein feindlicher Soldat und kein Spion entschlüsseln, weil es kein Wörterbuch für ihre Sprache gab.

Leider ist das Museum nicht wirklich für Kinder geeignet, da es viel zu lesen gibt und nur wenig zum Anschauen. Es gibt auch kaum Darstellungen der Navajos, wie sie früher lebten. Somit ist es zwar interessant, hat aber den Umweg von 2 Stunden nicht gerechtfertigt. Nachdem wir nun endlich etwas über die Navajo gelernt haben, sind wir Richtung Page gefahren und somit unserem Zielort näher gekommen. Hier wollen wir morgen eine Tour durch den lower antelope trail machen. Ich bin schon aufgeregt.

Ersteinmal haben wir uns jedoch den Staudamm hier angeschaut, der den Powel See staut und für Strom und Wasser in der Gegend für bis zu 5 Mio. Menschen sorgt.

Zum Wandern war es zu heiß, aber man kann hier im Powel See baden gehen. Das war nicht wirklich eine Abkühlung, da das Wasser badewannenwarm war, aber es ist herrlich klar und wunderschön. Somit verbrachten wir den Nachmittag am Strand. 

















Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen