Endlich haben wir einen Campingplatz mit WLAN, Waschmaschine und das Beste, Duschen. Mal richtig duschen, was für ein Luxus, vor allem kalt. Hätte nie gedacht, dass mir das mal fehlen könnte.
Inzwischen sind wir weiter Richtung Süden gefahren. Die Nacht war windig und sehr unruhig, weil ein Ast die ganze Nacht über das Dach geschabt hat. Dafür haben wir endlich mal wieder lange geschlafen und ausgiebig gefrühstückt. Im Wald war es ja angenehm kühl. Außerdem kamen immer mal wieder Rehe vorbei schauen, was enormen Unterhaltungswert hatte. Danach fuhren wir in die nächste Stadt, Monticello, in der Absicht zu tanken und endlich mal ein paar Flipflops zu kaufen. Die Stadt entpuppte sich allerdings als kleines Dorf, indem es ausschließlich Wohnhäuser gab. Also fuhren wir weiter nach Blanding. Dort fanden wir Gott sei Dank eine Tankstelle und oh Wunder einen kleinen Laden, in dem es einfach alles gab, inkl. Flipflops :)
Danach machten wir einen Stopp in Hovenweep National Monument, einer kleinen Ruinendtadt in den Felsen, die schon im 8.Jahrhundert durch die Pueblo Kultur erbaut wurde und den Native Americans als Umschlagplatz diente. Eigentlich wollten wir dort campen. Der Campingplatz war auch sehr schön, aber wieder ohne Wasser oder Strom, weshalb wir entschieden, weiter nach Bluff zu fahren. Auf dem Weg dorthin hat uns eine Bodenwelle unvorhergesehen fast aus dem Auto katapultiert, weshalb wir entschieden lieber nicht die möglichen 55 mph zu fahren. Nicht das es viel zu sehen gegeben hätte, mal abgesehen von Pferden, die plötzlich auf der Straße standen. Ansonsten gab es hier nichts als Weite. Unendlich viel unbewohnes und vermutlich unfruchtbares Land. Teilweise waren wir weit und breit die einzigen Menschen für lange Zeit. Manchmal sah es aus, wie auf dem Mars nur mit mehr Atmosphäre. Jetzt sind wir am Navajo Reservat angekommen und genießen erstmal die Dusche 🥰




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